Saison mit Wetterkapriolen, Rekordmomenten und leisen Tönen
Was einst als Idee unter freiem Himmel begann, ist heute ein regional verankertes Projekt mit Strahlkraft – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in seiner 14. Ausgabe bleibt das Solarkino St.Gallen seinem Grundsatz treu: Nicht lauter, grösser, greller – sondern einfacher, bewusster, nachhaltiger.
Und das ist es auch geworden: Ein wetterdurchwachsener Sommer ging erfolgreich zu Ende – von 25 geplanten Vorführungen konnten 24 durchgeführt werden. Nur der Abend in Herisau fiel dem Regen zum Opfer. 20 Vorstellungen liefen planmässig open-air, 2 wurden terminmässig verschoben, 4 in Indoor-Settings verlegt. Ein Balanceakt zwischen Technik, Teamarbeit und Wetter-App – aber einer, der sich gelohnt hat.
Geschichten, die verbinden – Schweizer Filmabende in Rekordzahl
Noch nie zeigte das Solarkino so viele Schweizer Filmproduktionen wie dieses Jahr: 7 Filmabende waren Schweizer Werken gewidmet – darunter als Eröffnungsfilm der feinfühlige Dokumentarfilm Die Erben von Simon Baumann sowie der Ostschweizer Erfolgsfilm Hölde – Die Helden vom Säntis, der zweimal auf dem Programm stand. Der meistbesuchte Beitrag war der bewegende St.Galler Spielfilm Friedas Fall, der an drei Abenden rund 450 Zuschauer:innen begeisterte – darunter beim eindrucksvollen Kulturabend im Kulturmuseum mit Hauptdarstellerin Julia Buchmann vor Ort.
Auch der internationale Kurzfilmabend mit schweizerischer Beteiligung trug zur Vielfalt bei. Die Schweizer Filmszene war somit stärker vertreten denn je – so viele Schweizer Beiträge gab es noch nie im Solarkino.
Ein besonderes Kinoerlebnis bot „Rikscha Girl“, das als Schweizer Premiere auf dem Gallusplatz in St.Gallen gezeigt wurde. Und in Schwellbrunn gab es mit Verkehrte Welt die einzige Vorführung in deutscher Synchronfassung – speziell für das dortige Publikum aufbereitet.
Zwei Rekordabende über 300 Gäste
Zwei Filmabende knackten dieses Jahr erstmals die 300er-Grenze – einmal auf dem Gallusplatz in St.Gallen, wie einmal auf dem neuen Diepoldsauer Dorfplatz. Das zeigt: Kultur wirkt, wenn sie nahbar bleibt. Kein Popcorn-Bombast oder Technikschlacht – werden Inhalte geboten, die nachhallen. Das Solarkino ist Dialog-Ort, offen, zugänglich und unter freiem Himmel.
Vereinfachen schafft Raum – auch für mehr Publikum
Seit zwei Jahren setzen wir auf simplify: Weniger Fahrten, kürzere Ladezeiten, ein schneller Aufbau, mehr Fokus auf das Wesentliche. Dass mittlerweile viele Gäste ihren eigenen Stuhl oder eine Decke mitbringen, zeigt, wie stark sich das Solarkino zur gemeinschaftlich getragenen Plattform entwickelt hat – Kino zum Mitmachen.
Neue Orte – vertraute Werte
2025 war auch ein Jahr der räumlichen Vielfalt:
- In Flawil konnten wir eine neue Partnerschaft starten, die gleich mit drei Abenden an drei verschiedenen Vorführorten einen starken und flexiblen Einstand zeigte.
- In Wil wurde das Kino erstmals am Stadtweier aufgebaut – mit Erfolg - ein stimmungsvoller Ort für zwei familiäre Filmabende im schönsten Wohnzimmer Wils.
- Rorschach war mit drei Seaside-Vorstellungen erneut ein atmosphärischer Fixpunkt, mit Pizza aus dem Holzofen, Yoga am Seeufer und Musik im Vorprogramm.
- Ein schöner Akzent war auch der Jugendfilmabend im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen – mit Film, Musik und Begegnungen, die nachklingen.
St.Margrethen und Schwellbrunn freuten sich endlich über trockenes Wetter, Diepoldsau verzeichnete den grössten Publikumszuwachs, und Herisau konnte dank eines Nachholtermins seine Kooperation weiterführen.
Musik mit Sonnenstrom – Danke an unsere Musiker:innen
Wie jedes Jahr sorgten regionale Musiker:innen im Vorprogramm für die besondere Stimmung: Priti Pawar, Amazing July, Ruben Arthur, Jeruscha, Sebastian Bill, GK und weitere Künstler:innen begleiteten unsere Filmabende live – und wurden dabei wie immer mit Solarstrom gespeist. An dieser Stelle Herzlicher Dank an unsere Musiker:innen - für Eure Töne, Eure Energie und Eure Begeisterung!
Nachhaltig – auch im Kleinen
Ein besonderes Highlight war der Flicktisch der Fashion Revolution Group: Ein Ort zum Reparieren, Austauschen und Innehalten – gegen Fast Fashion, für die Verlängerung von Lebenszyklen. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Mehr – sondern durch das bewusste Weniger. Das ist unser kultureller Beitrag: Reduktion mit Haltung.
Dank an Publikum, Partner und Helfer:innen
Ein grosses Dankeschön geht an unsere treuen Partner – darunter die Catering-Profis von Samosa, Abbraccio und A Punto, an alle Gastmusiker:innen, Yoga-Leiter:innen, Sponsoren und das Solarkino-Team.
Danke für Vertrauen, Treue und Begeisterung
Ohne euch – unsere Partner:innen, Sponsoren, Medien, Helfer:innen und das grossartige Publikum – gäbe es zwar Sonne, aber kein Kino. Danke für Euer Mitdenken, Mittragen und Mitfühlen.
Erzählt weiter davon, teilt unsere Idee, macht Lust auf nachhaltige Sommerabende unter freiem Himmel in unserer Region. Wir freuen uns auf die 15. Ausgabe im Sommer 2026 – mit neuen Geschichten, neuen Orten und derselben Sonne, die uns verbindet.
Medialer Rückblick:
Solarkino in Trogen
Solarkino in Rorschach
Solarkino in Herisau
Solarkino in St.Gallen
Solarkino in Diepoldsau
Solarkino in Wil